
GGS-Spendenaktion für eine Schule in Burkina Faso, eines der zehn ärmsten Länder der Welt.
Burkina Faso (auf deutsch: „Land der Aufrichtigen“) ist ein Staat in Westafrika. Das Land stand bis 1960 unter französischer Kolonialherrschaft und hieß mit Beginn der Unabhängigkeit bis 1984 Obervolta.
Der auf einem Hochplateau liegende Binnenstaat liegt in den Savannen des Sudan, hat im Norden Anteil am Sahel und grenzt an Mali, Niger, Benin, Togo, Ghana und die Elfenbeinküste. Burkina Faso gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, zeichnet sich heute aber durch eine gewisse Stabilität und die kulturelle Vielfalt der friedlich zusammenlebenden Völker aus. Regel- mäßig wiederkehrende Dürreperioden sorgen oft für große Not der hauptsächlich als Bauern lebenden Bevölkerung. (Quelle: Wikipedia)
In einem der ärmsten Länder der Welt sind natürlich wie immer die Kinder ganz besonders betroffen. Ohne Schulen und damit ohne Bildung gibt es für sie praktisch keine Möglichkeit ihren zukünftigen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.
Für unsere Kinder ist es ja kaum vorstellbar, dass es für Kinder in anderen Teilen der Welt nicht selbstverständlich ist, eine Schule zu besuchen. Das vermitteln wir zwar immer mal wieder im Unterricht (besonders dann, wenn der Sponsorlauf ansteht), aber ruft auch immer wieder Erstaunen hervor. Die Schüler der GGS möchten diesen Kindern helfen: Schon im letzten Jahr haben sie 1/3 des Geldes vom Sponsorlauf gespendet, in diesem Jahr ging ebenfalls ein Drittel, das waren dieses Jahr 1.426 € an den "Förderverein Piela-Bilanga e.V." Dieser Verein leistet wertvolle Hilfe in dem afrikanischen Staat. Wir sind stolz und zufrieden, dass wir mit unseren Aktivitäten, die unsere Kinder ja mit viel persönlichem Engagement betreiben, den Ärmsten der Armen helfen können.
GGS-Kinder ermöglichen den Bau eines Schulraumes mit festen Mauern
Mit dem Sponsorgeld der GGS-Kinder wurde im letzten Jahr die Küche zu einer Schule errichtet. Die Kinder müssen oft weite Wege laufen und können mittags nicht mal eben so nach Hause laufen, um zu Mittag zu essen. In diesem Jahr hat die GGS mit dem gespen- deten Geld den Bau eines von drei Schulräumen mit festen Mauern ermöglicht. Nun müssen die Kinder nicht mehr in einem Provisorium mit Strohmatten unterrichtet werden.
 | |  | |  | | Schule im Rohbau | | Notunterkunft mit Matten | | Die neue Schule entsteht |  | | | | |  | |  | |  | | Neuer Schulraum | | Schule in Diamdiara | | Schülerzahlen der 1. Klasse |
In Deutschland liegt das Geld auf der Strasse
Werner Altvater vom Förderverein Piela-Bilanga e.V. berichtet:
Wir hatten neulich die Schulleiterin der Ecole primaire (unsere erste, vor 25 J. gebaute Schule) zu Besuch bei unserem Verein. Sie hatte die Gelegenheit, die hiesigen Aktionen für Piela kennenzulernen (z.B. Weihnachtsmärkte). Wir haben natürlich auch von Ihrer Aktion erzählt. Sie war erstaunt, wie viele Hände und Aktionen notwendig sind, um die Spendengelder für die Projekte zusammenzubringen. Viele Leute in Piela meinen (obwohl wir immer bei unseren Besuchen von den Aktionen unserer Spender berichten), dass das Geld in Deutschland nur von der Bank geholt werden muss, um Schulen und andere Dinge zu bauen.
Sehr geehrte Frau Zimmermann! Liebe Schülerinnen und Schüler der GGS Garthestrasse, sehr geehrtes Lehrerkollegium!
Wir sind alle gesund und voller guter Eindrücke von unserer Reise aus Piela und Bilanga in Burkina Faso zurückgekehrt. Es war eine Reise mit vielen Kontakten, einige Dörfer wurden besucht, wo derzeit neue Schulen entstanden bzw. noch im Bau sind. Wir haben die Finanzen Vorort geprüft und Planungen für neue Projektziele ab 2008 abgesteckt.
Als Reisegruppe haben wir natürlich auch hochoffizielle Aufgaben zu erfüllen. Antrittsbesuche beim traditionellen Dorfchef in Piela und Bilanga sind ebenso Pflicht wie den neu gewählten Bürgermeistern die Aufwartung zu machen.
Wir sind auch von dieser Reise bestärkt zurückgekehrt, weiterhin in die Schulbildung und wahrscheinlich ab 2008 sogar noch verstärkt in den Schulbau zu investieren. Es gibt im Departement Bilanga noch rd. 30 Dörfer ohne Schule, an vielen vorhandenen Schulen in beiden Departements müssen die Schüler bzw. deren Eltern noch weite Wege für sauberes Trinkwasser gehen, die Lehrer habe keine ordentlichen Unterkünfte und wollen schleunigst wieder zurück an eine Schule in einer größeren Stadt. Auch hier wollen wir verstärkt Schulbrunnen und Lehrerwohnungen bauen. Wir versuchen auch ab 2008 wieder für diese Projekte Bundesmittel zu beantragen, so dass zu jedem gespendeten „Vereins-Euro“ noch drei Euro von der Bundeskasse dazu kommen.
Herzliche und dankbare Grüße – insbesondere auch von den Schulkindern aus Piela und Bilanga, denen wir natürlich immer erzählen, wie und von wem all unser Geld gesammelt und gespendet wird.
Ihr Förderverein Piéla-Bilanga e.V.
Werner Altvater (Tresoriér)
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